Adressbuch der Stadt Bern

Um herauszufinden, wer früher an einem bestimmten Ort wohnte, wem ein Haus gehörte oder welche Geschäfte bestanden, sind Adressbücher wahre Fundgruben.

Die Sammlung umfasst auch eine Broschüre zur neuen Häusernummerierung von 1882. Damals wurde von der fortlaufenden Nummerierung pro Quartier auf die Nummernvergabe pro Strasse gewechselt. Die Publikation stellt die alten und die neuen Nummern nebeneinander und ist bei der Auflösung alter Adressen ein wichtiges Hilfsmittel.

Eine Perle stellt das 1836 von Christian Vollrath von Sommerlatt veröffentlichte «Adressenbuch der Republik Bern für Wissenschaft, Kunst, Handel und Gewerbe» dar. Es listet auf 420 Seiten die Einwohner der Stadt Bern nach Namen und nach Berufen auf; im restlichen Kanton verzeichnete Sommerlatt die Einwohner nach Gewerben. Zudem enthält der Band ein Behördenverzeichnis und eine ausführliche Schilderung der «Merkwürdigkeiten, öffentlichen Anstalten und sonstigen nützlichen Einrichtungen».

Von 1795 bis um 1865 erschienen die Adressbücher der Stadt Bern in unregelmässigen Abständen und in verschiedenen Verlagen. Ab 1860 publizierte der Hallwag Verlag alle ein bis zwei Jahre eine neue Ausgabe.