Ortsgeschichten aus dem 19. Jahrhundert

Nach dem politischen Umsturz von 1830/31 fiel die obrigkeitliche Zensur weg; vor allem Liberale machten sich nun daran, die Geschichte ihres Wohnortes zu erforschen. Für die Autoren war die Geschichte ein Element der Volksbildung, die eine Voraussetzung einer funktionierenden Demokratie darstellte. Die Gemeinden festigten nach den liberalen Umwälzungen in den Kantonen und nach der Gründung des Bundesstaates ihre Position als Kernzellen des schweizerischen Staatsaufbaus. Die Initiative für die Ortsgeschichten des 19. Jahrhunderts ging von historisch interessierten Einzelpersonen aus. Sie stammten zunächst aus Landstädten und Dörfern. Die rund 25 Publikationen aus dem Kanton Bern liegen digitalisiert vor.